Kanelbullendag

kanelbullar

Dieser heutige Tag hat gleich zwei ehrenwerte Ereignisse zu bieten, von denen ich euch auch noch schnell berichten muss!

Erstens: Heute ist Kanelbullen-Tag. Das wurde heute auch schon auf der Arbeit zelebriert, in dem wir während unserer wöchentlichen Fika (ratet mal, na was schon) Kanelbullen gegessen haben. Für euch unwissenden Deutschen: Das sind Zimtschnecken, die hier in Schweden irgendwie so das Sinnbild für die Kultur sind, finde ich: 1. man isst sie während der Fika, die ja hier heiliger ist als in Indien die Kuh und 2. sie ist pappsüß, diese Zimtschnecke. Aber guuut :) Und genau aus diesem Grund dachte ich, ich krame mal die Mehlpackung meiner Mitbewohner hervor (ich hatte bisher noch keine Lust und Gelegenheit, auch so eine 2kg-Großpackung zu kaufen, es gibt keine kleineren Portionen). Aber wenn ihr jetzt denkt, ich war heute fleißig und hab Kanelbullen gebacken, liegt ihr falsch. Ich war faul. Die Mehlpackung dient nur dazu, dass ich euch das Rezept abtippen kann, das hinten drauf steht! :) Ja wirklich, auf jeder Mehlpackung ist das Kanelbullen-Rezept, ich finds super. Irgendwann werd ich das auch selber auspacken. Also hier eure Anregung, morgen den Backpinsel zu schwingen und eure Lieben zu erfreuen (wenn auch zu spät, aber man freut sich sicher auch über eine „Happy belated Kanelbullar day“ Karte :) samt Schnecke.)

Recept på kanelbullar

  • 25 g jäst
  • 75 g smör/margarin
  • 2 1/2 dl mjölk
  • 1 krm salt
  • 1/2 dl socker
  • 1 tsk kardemumma
  • ca. 7 dl vetemjöl
Fyllning:

  • 50 g rumsvarmt smör
  • 1/2 dl socker
  • 1 tsk kanel
Peneling:

  • 1 ägg
Garnering:

  • Pärlsocker
Smula ner jästen i en degbunke. Smält matfettet och tillsätt mjölken och låt det bli fingervarmt, 37°C.
Rör ut jästen i lite av degvätskan och tillsätt sedan resten. Tillsätt salt, socker och kardemumma och rör om. Tillsätt sedan mjölet, arbeta degen mjuk och smidig. Låt jäsa 30 minuter, övertäckt.
Gör fyllningen. Rör ihop matfett, socker, kanel. Kavla ut degen till en rektangulär platta, ca. 20×50 cm. Bred på fyllningen och rulle ihop. Skär ca 1 1/2 cm tjocka skivor och lägg de i bullformar med snittytan uppåt. Låt jäsa ca. 30 minuter.
Vispa upp ägget och pensla försiktigt påbullarna. Strö över pärlsocker. Grädda mitt i ugnen i 225°C i 8 – 10 minuter. Eller i varmluftsugn 200°C i 10-12 minuter.

So. Alles klar? :) Dann könnt ihr ja jetzt eure Backzutaten rausholen und loslegen. Was? Ihr könnt kein Schwedisch? Und habt überhaupt keine Lust, euch einzulesen? Nagut, hier eine nicht-Wort-zu-Wort-Übersetzung für euch:

Zimtschneckenrezept

  • 25 g Hefe
  • 75 g Butter/Margarine
  • 2 1/2 dl Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 dl Zucker
  • 1 TL Kardamom
  • ca. 7 dl Mehl
Füllung:
  • 50 g raumwarme Butter
  • 1/2 dl Zucker
  • 1 TL Zimt

Zum Bestreichen:

  • 1 Ei

Zum Bestreuen:

  • Hagelzucker
Butter zerkleinern und mit der Milch zusammen auf Hauttemperatur erwärmen (also 37°C). Hefe mit in die Flüssigkeit und dann den ganzen Rest dazuschmeißen, Salz, Zucker, Kardamom. Umrühren. Dann nach und nach das Mehl dazukippen und den Teig weich und geschmeidig rühren. 30 Minuten gehen lassen (abgedeckt).
Dann zur Füllung: Butter, Zucker und Zimt zusammenrühren. Den Teig von vorher zu einer ca. 20×50 cm großen Platte ausrollen, die Füllung darauf verstreichen und zu einer langen schnecke Rollen (ich nehme mal an, dass man so rollt, dass man eine 50 cm lange Schnecke hat). Das ganze dann in 1 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Diese entweder auf ein Backbleck oder noch besser in Muffinförmchen legen, mit der Schnittseite nach oben. Nochmal für 30 Minuten stehen lassen!
Ei aufschlagen und vorsichtig die Bullen damit bestreichen, den Hagelzucker vorsichtig darauf streuen (darf aber ordentlich drauf, seht ihr ja am Bild) und dann in der Mitte des Ofens bei 225°C für 8-10 Minuten backen. Bei Umluft lieber bei 200°C für 10-12 Minuten. Tadaaa.

Das ganze soll übrigens 25 Stück ergeben, aber ich wette, es ergibt viel mehr ;) Also mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich das hier so lese :)

Aber wie gesagt, heute war noch ein weiteres erwähnenswertes Ereignis. Ich bin Zeuge des Urschreis geworden. Also um genauer zu sein, eigentlich eher Zeuge des berühmt berüchtigten Lappis-Schreis. Jeden Dienstag um 10 Uhr abends halten hierbei eine erstaunlich hohe Anzahl an Studenten ihren Kopf aus dem Fenster und schreien. Warum? Weils alle machen. Bisher hatte ich aber immer entweder das Fenster zu und war am Film schauen oder ich war gar nicht erst zu Hause, heute durfte ich mir das ganze aber live anhören. Ohje. Verrückte Menschen, aber irgendwie auch lustig :) Das klingt dann ungefähr so:

Quelle Artikelbild: kuechengoetter.de

Schwedisch für Angefangene und Fortgeschrittene

bränt
verbrannt

5 hatten was zu melden

  1. Jule schreibt:

    Die spinnen die Schweden. Einfach mal so schreien.

  2. Iris schreibt:

    Find ich voll lustig, aber auch ein bischen gaga. Als ich deinen Bericht las, dachte ich: „Die blöde Jule, meint die wirklich wir übersetzen das Rezept?“ Aber einen bischen weiter gescrollt habe ich „blöde“ wieder gestrichen. Werde ich mal nachbacken.

    Gruß und knuddel
    Iris

  3. Charlie schreibt:

    Hallo nochmal! =)
    Also die sind ja cool, die Schweden! Das will ich hier auch einführen, mit dem Schreien! XD
    Das Rezept klingt sehr verführerisch! Das will dringend mal nachgebacken werden! =)
    Nochmal liebe Grüße aus Heidelberg =)

Senf dazugeben