For the World is Hollow… and I Have Touched the Sky

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Dies wird wohl wirklich mein letzter Beitrag auf diesem Blog, da es nicht sicher ist, wann bzw ob überhaupt ich wieder zurück in das wunderschöne Stockholm gehe, aber dafür wird es wohl auch der beste, denn von meinem letzten Trip nach Stockholm habe ich nur das beste zu berichten :)


Wie vorher schon angekündigt, war der Hauptgrund für die Reise das Wochenende, das ich mit 3 meiner Freunden (Mino, Teresa und Christine) geplant hatte – und es war atemberaubend, viel schöner, als wir uns das je vorstellen wollten!

Aber erst mal langsam. Letzte Woche Dienstag (24.1.) habe ich mich wieder mit Sack und Pack (und einer Menge Alkohol in meiner Tasche) auf den Weg in meine „Wahlheimat“ gemacht – um 5 Uhr nachmittags gings los. Natürlich hab ich wieder mal die erste Bahn verpasst (weil der blöde Automat mir kein Ticket bis Frankfurt geben wollte!)… bin dann zum Bahnhof gelaufen (ächz, schwere Tasche!) und hab dort noch die richtige Bahn erwischt :) Vorausplanung mit Rücksicht auf Katastrophen lohnt sich also doch. Und inzwischen kenn ich mich ja gut genug um zu wissen, dass seltenst alles gut geht! :) Auf jeden Fall war ich im Endeffekt viel zu früh am Flughafen (diesmal ging es übrigens mit Lufthansa los und nicht wie sonst mit Ryanair – LUXUS!!) und musste dort 3 Stunden warten… aber auch die gingen irgendwann rum! Gegen 12 Uhr war ich dann auch endlich in Arlanda und dann hat es tatsächlich nochmal 2 Stunden gedauert, bis ich endlich bei Christine in Solna vor der Tür stand! Die Arme musste die ganze Zeit für mich wachbleiben, dabei musste sie am nächsten Tag arbeiten :( Bin dann aber auch sofort ins Bett gefallen und hab geschlafen wie ein Stein! Wenn auch nicht so lange ;)

Am Mittwoch hab ich mich mit Mino im Labor zum Lunch getroffen und danach haben wir zusammen Teresa abgeholt :) Mit ihr bin ich dann noch mitgefahren, da sie ihre Tasche bei Mino unterstellen wollte, wo sie dann natürlich auch geschlafen hat :) es war soooo schön, sie nach so langer Zeit wiederzusehen :) Als wir dann noch bei Mino rumgegammelt haben, fiel mir ein, dass ich ja mit Cindy im Skype verabredet war! Jetzt, wo meine Nichte endlich fast meinen Namen sagen kann, will ich ja nicht, dass sie mein Gesicht wieder vergisst :) Also durfte ich nochmal bei Mino an den PC und konnte die Kleine übers Mikrofon ärgern („Füüüüße!“) – Teresa ist in der Zwischenzeit wieder ans KI gefahren, weil sie noch ein Treffen mit ihrem alten Prof hatte. Gegen 6 hab ich mich dann auch noch getrollt und mich mit Christine am Lidl in Fridhemsplan getroffen – wir wollten noch Proviant für die lange Reise besorgen. Tere und Mino kamen auch noch hin (und ich konnte Mino seinen Schlüssel wiedergeben :D ) und dann haben wir die Sachen noch schnell zu Christine gekarrt. Lange ausruhen konnten wir uns aber nicht, da wir uns noch mit ein paar anderen auf ein Bier in der Gamla Stan (O’Connells Irish Pub :herz: ) getroffen haben – Ferdi, Richard, Helena, Thibaud, Monica, Aileen, Berry und Julian haben sich zu uns gesellt und wir haben das Guinness dort getestet (naja es ging so… das hatte gar keine Kohlensäure, soll ja auch so sein, aber iih…). Christine ist zwar ein bisschen früher abgehauen, da sie noch packen musste, aber ich hab mich erst gegen halb 12 auf den Weg gemacht :) musste dann natürlich (wie könnte es auch anders sein) insgesamt fast 40 Minuten auf die 2 Bahnen warten, die ich nehmen musste… hmpf! Aber auch dann hieß es für mich ab ins kuschlige Bett – in Stockholm lag übrigens eine Menge Schnee, war echt schön, die Stadt endlich mal im „weißen Kleid“ zu sehen :)

Donnerstags hab ich mich frühs um 10 mit Teresa vorm KI getroffen, weil wir eine „Frühstücksfika“ mit Vanessa und Niklas geplant hatten – im altbekannten „JJs“ (Jöns Jacobsons oder so heißt das, wird nur JayJays genannt…)… danach ging es dann schon wieder weiter, um halb 1 war Treffpunkt im Hermanns (in der Nähe von Slussen), einem vegetarischen Restaurant, das ein vegetarisch/veganes Buffet für nur 100 SEK anbietet :) von dem Restaurant wurde mir schon öfter vorgeschwärmt und ich hab mich schon richtig drauf gefreut, auch endlich da essen zu können :) dort haben wir uns mit Triin und Aline getroffen und hatten ein furchtbar leckeres Essen und großartige Unterhaltungen :D (wie kommt es, dass es in Mädelsrunden am Ende doch immer nur um das eine geht??)! Mit den beiden bin ich dann auch schön die „Küste“ entlang (wunderschöner Ausblick hoch 10!) wieder zurück nach T-Centralen gelaufen. Generell musste ich diesmal ziemlich viel laufen weil ich zu geizig war, mir eine Wochenkarte zu kaufen – hab mir stattdessen so eine Stempelkarte geholt und dann eben nochmal Einzeltickets… hat sich nicht gelohnt -.- hab eigentlich gleich viel bezahlt und hatte dafür mehr Rennerei… naja, nächstes Mal weiß ichs besser :) Am T-Centralen hab ich nochmal schnell ein paar Einkäufe erledigt (Batterien für die Fernbedienung meiner Kamera, Taschenlampen, Batterien für die Taschenlampen, Plastikbecher, Plastikteller, Stiefel… äh :D Ja, die brauchte ich nicht unbedingt für den Trip, aber sie waren schön und günstig :) ) und dann ging es los zu Christine – alles einpacken und aufsatteln. Um 5 haben wir uns am Hauptbahnhof getroffen und waren schon ganz aufgeregt. Unser Zug kam dann auch mit Verspätung irgendwann endlich an und wir haben unser Abteil gesucht – für die Hinfahrt (20 Stunden!) hatten wir einen Liegewagen gebucht. Wir haben das Abteil auch schnell gefunden – aber natürlich war gerade unser Abteil abgeschlossen. Sonst keines. Wirklich kein einziges sonst war zu. Nur unseres… also ging die Suche nach dem Schaffner los, während wir uns gleichzeitig an den Rand des Miniflurs drücken mussten, damit die anderen Fahrgäste auch einsteigen konnten… pfft :) Aber irgendwann war das auch geklärt und der Schaffner hat die Tür geöffnet. Leider hatten wir nix zu spielen dabei, dafür aber meinen Schleppi und ein paar Filme, Alkohol und Knabberkram gabs auch – klingt doch nach nem guten Abend ;) Da bei uns aber ein alter Mann mit im Wagen saß und der nur schlafen gehen konnte, wenn wir auch schlafen gingen (die Sitze waren, wenn man sie umklappte, die unteren 2 Betten – oben hing dann noch eins, also ein Dreierbett… :D ratet, wo ich geschlafen habe :herz: ), haben wir dann gegen 11 den PC eingepackt und die Betten gerichtet. Haben dann auch schön geschlummert und uns keine Sorgen um irgendwas gemacht, der Schaffner hatte uns nochmal bestätigt, dass wir bis Abisko durchfahren können… um 6 Uhr wurden wir aber rausgeschmissen von einer Durchsage auf Schwedisch. „NOHaosbdiixconoho Vagn 15 (unser Wagon) hasodihaosdbflynölkxvhcoih“. Hä? Hm… also kurz gewartet bis der Schaffner vorbei kommt, ihn total übermüdet angenuschelt, was das jetzt heißt: Alle Leute aus Wagon 15 und 16 müssen in 30 Minuten umsteigen, kurzfristige Planänderung. Whaaaat? Da mussten wir uns aber ganz schön beeilen, alles wieder einzupacken und uns wieder anzuziehen und so. Haben es immerhin auch geschafft :) Frechheit war allerdings, dass wir im neuen Wagon keine Schlafplätze mehr bekommen haben, sondern nur noch Sitze… und dann hatte der Zug auch noch ne Stunde Verspätung! Grrr… :/
Sind dann brav an der Station Abisko Turiststation ausgestiegen und das war natürlich prompt die Falsche… sind den Leuten ins Hotel hinterhergetrottet, der hat dann für uns das Hostel angerufen und geschaut, dass die uns abholen. Damit wir nicht durch die Kälte (EISESkälte!!!) laufen müssen. Das war ganz lieb :) Haben dann auch direkt das Zimmer bekommen und eine kleine Einführung in die Handhabung des Hostels: Schneeschuhe, warme Overalls, Langlaufskis und diverse andere Kleinigkeiten waren umsonst ausleihbar – sehr geil. Die Zimmer waren riesig mit einem schönen Tisch in der Mitte zum Beladen – auch praktisch! Eine Küche gab es auch, in der eigentlich alles vorhanden war – super. Das einzig negative: warmes Wasser gab es nur auf Raten… naja, was erwartet man denn auch in der Eiseskälte? Es wurde also allen geraten, die Duschen kurz zu halten – aber da es sowieso so viel zu tun gab, war das nicht verwunderlich :)

Nachdem wir die Taschen abgeladen haben, haben wir uns auch gleich dick in unsere Schneesachen eingepackt (3 Lagen Hose und 4 Lagen Oberteile hatte ich am Ende an… und das hat gerade so gereicht ;) dafür sahen wir aber auch alle aus als hätten wir über Nacht im Zug zu viel McDoof in uns reingestopft :D dabei hatten wir total gesunde Sachen dabei ;) … ). Draußen war es noch hell, das wollten wir nutzen! Außerdem fanden wir es so cool, dass man „langlaufskien“ konnte ohne was zu zahlen, dass wirs sofort ausprobieren mussten! Leider haben wir die Tracks dafür nicht gefunden, aber dafür den Weg zum See! Also haben wir uns da unten schonmal umgeschaut und haben uns sogar auf den See raufgetraut (aber auch nur, weil da grad eine Gruppe am Eisfischen war und die von einem professionellen Tourguide geführt wurden! Der hat Tere und Mino auch sofort zurückgepfiffen, als sie sich ein bisschen weiter rausgetraut haben :) Zeuge eines Fischfangs durften wir übrigens auch noch werden, ich glaube, es war ein Hering…)

27.01. – Ankunft Abisko

Um 6 waren wir im Hostel und haben für die 2 Nächte und die Hundeschlittenfahrt (siehe später) bezahlt und danach haben wir nur noch gegammelt, gegessen und gewartet, da um 8 Uhr die Sauna des Hostels aufgemacht hat und wir das nicht verpassen wollten! :) Christine, die noch an einer Krankheit zu knabbern hatte, wollte dabei eher nicht mitkommen, aber sie hat sich sicher sehr über uns amüsieren können – wie wir in dem Zimmer rumgehüpft sind… „Sollen wir JETZT schon alles ausziehen??“ – „Waaas? Nackt rüberrennen?“ – „Nackt vor Mino???“ :D … das Problem dabei war nämlich, dass zwar die Sauna schon fertig war, der Rest des Nebengebäudes aber nicht – also auch kein Dressing Room! Also konnte man nicht viel dort verstauen. Aber man musste raus an die – 15 Grad um zum anderen Gebäude zu kommen! Ich sah bestimmt total sexy aus, weil ich nur ein Handtuch umhatte und meine Stiefel anhatte – ich hab nämlich keine Schlappen dabei gehabt ;)

Aber was solls, es waren nur 10 Meter, die wir alle überlebt haben und dann ging es mit dem alten Hostelbesitzer ab in die Sauna („NO Towels inside the sauna!!!“) :D Es kamen dann auch noch einige Chinesen und Spanier und wer halt sonst noch da so rumrannte – im Endeffekt waren Tere und ich die einzigen Frauen, was aber ok war… lustig war, dass einer der Chinesen gepupst hatte und wir dachten, es war Mino… den haben wir dann total ausgelacht und der Chinese hat sich total geschämt hahaha :D naja, kann man nicht ändern… der Arme :) hihi. Die hatten dann aber auch Cider mit in der Sauna und haben uns angeboten, da mitzutrinken, das war sehr angenehm! Zum abkühlen hatten wirs natürlich nicht weit, wir sind einfach nackich vor die Tür gegangen – und Mino kam dann auch auf die glorreiche Idee, mich in Schnee einzuseifen, was mir erst mal fast nen Herzstillstand verschafft hat! Aber eigentlich hats dann doch ziemlich gut getan und ich hab mich dann auch so immer ein bisschen mit Schnee eingerieben :) war ein sehr lustiges Gefühl, nackt draußen zu stehen und sich einzureiben haha :D und die Zugschienen waren direkt neben dem Haus xD ohje… :) aber die Schweden sehns da ja nich so eng :)

Um 9 sind wir dann wieder raus aus der Sauna (diesmal konnte man aber die 10 Meter zum Haus total gemütlich spazieren und Schuhe hatte ich auch keine mehr an :D war gar nicht kalt!) und haben uns wieder dick eingepackt – man konnte nämlich sogar vom Hostel aus schon ein bisschen die Nordlichter am Himmel sehen! Zumindest einen leichten, grauen Schleier am Himmel (Klugscheißermodus: Im Dunkeln sehen wir eher mit unseren Stäbchen, die sind für das Kontrastsehen zuständig. Wenn man also dann nur ein leichtes Licht sieht, dann sieht man das in grau und nicht in der Farbe, die er wirklich hat!). Also hab ich meine Kamera gesattelt, wir sind an den See geschlappt und haben dort ca. 1 Stunde damit verbracht, die Polarlichter zu bestaunen und zu versuchen, sie mit der Kamera einzufangen. Wir waren ziemlich happy mit dem Ergebnis und waren ganz stolz, dass wir auch Gruppenbilder mit Langzeitbelichtung geschafft haben (das „Geheimnis“, das viele der Chinesen um uns rum nicht kapiert haben: Man kann auch bei Langzeitbelichtungen den Blitz benutzen, dann wird der Vordergrund hell abgelichtet und danach wird noch weiter belichtet… :D ). Nach einer Stunde wurden die Lichter wieder weniger kräftig und wir waren eh durchgefroren, also sind wir wieder zum Hostel gedackelt. Dort auf der Veranda vor der Tür habe ich meine Kamera wieder in ihren Vakuumbeutel gepackt, damit ihr beim auftauen nix passiert, aber natürlich wollten wir gleich die Bilder aufm PC anschauen, also hab ich die Speicherkarte rausgenommen! Dummerweise hab ich sie dann fallen lassen… und die Veranda besteht nur aus Holzpanelen und darunter ca. 30 cm tief ein Loch… und natürlich muss diese blöde Speicherkarte genau da zwischen 2 Panele fallen und da reinfallen :( ich habs Kotzen gekriegt! Alle Bilder weg, Speicherkarte weg, d.h. ich hätte auch nicht noch mehr Bilder machen können und AAAAAAAAAH. (Naja, ich hätte Christines SD-Karte nehmen können, aber ihr werdet verstehn, wie ärgerlich das war…) :( der Hostelbesitzer hat schon geschlafen und wir haben versucht, dran zu kommen, aber es ging gar nicht :( Ich war so traurig :( Nach ein paar „Warum passiert immer MIR sowas“ -Gesprächen und ein paar Bierchen sind wir dann aber auch schlafen gegangen, weil wir am nächsten Tag früh raus mussten…

Um 8 Uhr am nächsten Tag wurden wir vom Hostelbesitzer kontrolliert, ob wir auch warm genug für das Hundeschlittenfahren angezogen waren! Und der hat auch gleich dafür gesorgt, dass mein Tag gut anfängt – er hat nämlich versprochen, mit mir zu schauen, ob wir die Karte wiederbekommen :) Aber erst sollte ich das Schlittenfahren genießen gehen, was mir dann natürlich wieder sehr leicht fiel! Wir sind also um 2 Ecken getigert (aber bei einem so kleinen Dörfchen wie Abisko ist alles höchstens 2 Ecken entfernt) und wurden da von Thomas und Andreas, den Hundepapas, begrüßt. Die haben uns dann erst mal eine Einführung gegeben, wie man den Schlitten bedient (wie man draufsteht, wie man bremst, dass man bei „Uphill“ den Hunden helfen soll und auch laufen soll und sowas :D ). Danach durften wir dann mit dem Geschirr in die Hundekäfige und die Hunde anleinen :) Die mochten mich irgendwie, das ging ruckzuck! Und dann durften Christine und ich noch die zwei „alten Hasen“ anleinen (der meinte noch, die lassen sich von fast keinem anleinen, aber meiner war so brav :) süß!) :) Dann wurden die Hunde an die Schlitten gespannt, 4 Stück für jeden Schlitten. Zu beachten: Die Hierarchie! Man musste sich also merken, an welche Position der Hund kommt (z.B. Schlitten 4, back position)… das hat bei den anderen irgendwie einige Schwierigkeiten ausgelöst -.- merkwürdig… aber am Ende hatten wirs doch geschafft. Da es 13 Teilnehmer gab aber nur 10 Schlitten mussten Christine, Yolanda (die Chinesin, die mit uns im Zimmer war) und ich am Anfang auf dem Snowmobile mitfahren, aber das war auch super spaßig, ich saß anfangs vorne bei ihm aufm Mobil und nicht hinten in der Bananenkiste :) Und er is extra über Stock und Stein gefahren und hat irrwitzige Kurven mitgenommen, hach, herrlich :D Nach ner kurzen Zeit durften wir dann auch auf die Schlitten rauf und das ganze Spektakel voll genießen! Es war so einzigartig, wirklich! Von 4 Hunden durch die eisige Pampa gezogen zu werden, dabei eine atemberaubende Kulisse um einen rum… ein Traum! :) Man musste sehr aufpassen, dass man nicht runterfällt, das ist eigentlich ständig passiert – wenn die Kurven zu scharf waren und man sich nicht richtig in die Kurve legt oder wenn man grade blöd steht und der Schlitten über einen Hügel springt oder so… ich hab zwar viel gebremst, aber immerhin bin ich nicht hingefallen! :) Und es hat einfach so Spaß gemacht :) Ich hatte aber auch das „Glück“, dass Yolanda vor mir war und die ist einfach in jeder Kurve geflogen, dann wusste ich ja schon, dass ich da vielleicht ein bisschen mehr bremsen muss als sie :) höhö. Ihr Leid, mein Vorteil :D nach einer Stunde Fahrerei war es leider schon wieder vorbei :( schade!!!

28.01. – Hundeschlittentour

Nachdem wir die Hunde wieder in ihre Käfige gebracht hatten, sind wir dann wieder ins Hostel gegangen und haben eine Kleinigkeit gegessen.
Der Hostelbesitzer war auch da und hat mich gleich geschnappt, wegen meiner Speicherkarte! Der hat einfach nen Schraubenzieher und einen Hammer geschnappt und hat zwei der Holzpanele aufgehebelt – die hätten dabei locker kaputt gehn können und dann hätte er ein großes Loch in der Veranda gehabt! :o aber er war so lieb und dank ihm hab ich jetzt meine Speicherkarte wieder, die Bilder waren gerettet und ich konnte noch weitere aufnehmen! :) Wochenende gerettet! :) Hier sind die Bilder von der ersten Nacht:

27.01. – Nordlichter 1

Danach haben wir uns wieder die Langlaufskier geschnappt und haben diesmal auch wirklich die Tracks dafür gefunden! Und ab gings :) War sehr lustig, auch wenn es z.T. gefährlich steil abwärts ging (ich Feigling bin dann immer runtergelaufen, aber ich musste ja auch meine Kamera beschützen!! :) ). Da das mehr als genug Sport für einen Tag waren, sind wir danach nur nochmal schnell in den Supermarkt gegangen, haben für unverschämt teure 7 Euro eine kleine Packung Merci für den netten Herrn besorgt und auch noch Proviant für die Zugfahrt zurück. Der Chinesin haben wir dann noch Storck Riesen und Toffifee (wie schreibt man das??) aufgeschwatzt und die mochte das auch total gerne :)

28.01. – Langlauf

Haben dann im Hostel noch Nudeln mit Soße gekocht (die zwei Italiener essen ja auch nix anderes… echt… :D ) und es grade wieder rechtzeitig in die Sauna geschafft :) Diesmal haben wir uns auch ganz stilecht eiskaltes Bier mit reingenommen und ich habs sogar geschafft, mit dem Spanier hinters Haus zu laufen und mich auf den Schneehaufen zu setzen :o es war bitterfurchtbareklig kalt! :o hab mich nich getraut, mich wirklich darin zu wälzen! :S brrrr… aber immerhin, ich habs versucht :D und halb geschafft :D

Dann ging es wieder runter an den See und diesmal war es einfach noch viiiiiel schöner als am Tag davor! Wirklich! :o oooh, die Lichter gingen von der einen Seite des Horizontes bis zum anderen, es war einfach überall. Ein bisschen was erahnen könnt ihr ja auf den Bildern, aber man findet eh keine Worte dafür! Wir sind so lange dort geblieben, dass ich meine Hände nicht mehr gespürt habe! Wirklich gar nicht mehr, ich dachte schon, das wird ernste Konsequenzen haben! Die Lichter standen noch am Himmel, aber wir mussten einfach rein gehen, es ging nicht anders. Mein Gesicht hat überall gebrannt und weh getan, meine Hände auch und meine Füße habe ich schon länger nicht mehr gespürt :D total schade! Aber schaut einfach mal, wie schön das war:

28.01. – Nordlichter 2 :)

Am Sonntag waren wir frühs nur nochmal am See unten, aber es war so verdammt arg kalt (-20 Grad oder kälter), dass wirs wieder nicht lange ausgehalten haben!

29.01 – Letzter Blick über den See

Aber das war nicht schlimm, wir mussten um 12 Uhr unseren Zug nach Stockholm erwischen! Dann hieß es nämlich wieder 20 Stunden rumsitzen, nur dass wir diesmal leider keinen Liegewagen hatten sondern nur Sitze :( Es war furchtbar hell und laut und unbequem… viel geschlafen hab ich jedenfalls nicht :/ Gegen 7 Uhr sind wir in Stockholm angekommen und sind dann direkt zu Christine. Dort bin ich erst mal ins Koma gefallen, wenn auch nur für eine oder eineinhalb Stunden. Dann musste ich duschen und zum Mittagessen gings wieder ans KI, die Italiener haben für uns gekocht :) Dann haben wir nochmal die Bilder mit Vanessita angeschaut und gegen 4 haben Tere und ich noch ne Runde durch die Stockholmer Innenstadt gedreht! Oooh, so schön, alles verschneit :) Haben uns auch nochmal mit Mino und Christine getroffen auf einen Chai Latte in dem Café, in dem wir nach Riga gefrühstückt hatten – in genau der gleichen Konstellation :) Schön :)

Hinterher musste ich dann Mino und Tere Tschüss sagen :( Und diesmal weiß ich noch nicht, wann ich sie wieder sehe :( das war sehr traurig… :( Mein Bro :/ Aber ich werde sie wiedersehen, das muss einfach so sein!
Christine und ich sind dann noch zu Helena gegangen, die bei Slussen wohnt, und haben dort Sushi mit Ferdi, Thibaud, Dara und Julian gegessen und nochmal einen letzten schönen Abend verbracht :)
Um 12 gings dann von Christine aus schon wieder zum Flughafen :( dort hab ich dann 4 Stunden „geschlafen“ (also eigentlich kein Stück, es war zu kalt und zu laut…) und dann konnte ich einchecken und um 6 Uhr hat der Flieger von Lufthansa dann den schwedischen Boden verlassen und hat mich wieder zurück nach Deutschland gebracht :(

Aber wie sagt der pinke Panther so gerne: „Heute ist nicht aller Tage – ich komm wieder, keine Frage“.

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